Kleinkunstbühne feiert

Zum 35. Geburtstag zog Wolfgang Pozzato mit 150 Mitgliedern Bilanz.

Die Kleinkunstbühne Salzgitter feierte in und vor der Kniki ihren 35. Geburtstag auf ihre – wie so oft – recht eigenwillige Art: Ohne Gäste und ohne große Reden. Eingeladen waren nur die Mitglieder. Auch beim Essen war man eigen: Es gab Paella, das spanische Reisgericht, frisch zubereitet in einem Zelt vor der Kniki als Fisch- oder Fleischgericht. Auch sonst war die Kleinkunstbühne an diesem Tag im Glück: zu Beginn gab es Sonne pur. Es war nicht zu kalt und in der Kniki machte sich bald Gemütlichkeit breit.

Der Rückblick auf die Ereignisse in den 35 Jahren war nicht langweilig. Erinnert wurde an die Künstlerinnen und Künstler, die bei der Kleinkunstbühne zu Gast waren – ob in der Kniki, in der Aula des Gymnasiums, in der Sparkasse oder wie ganz am Anfang im Bali-Kino.

Wolfgang Pozzato lieferte im Rückblick keine Aufzählung ab, sondern verriet in humorvoller Art so manche Anekdote und so manche lustige Begebenheit, die sich hinter den Kulissen abgespielt hatte. Er verriet auch so manche Marotte der Künstler.

Den Mitgliedern– es waren mehr als 150 gekommen – machte diese Bilanz Freude. So bekannte Wolfram Skorzyk (Städtischer Verwaltungsvorstand): „Ich bin Stolz Mitglied in der Kleinkunstbühne zu sein und habe so manche großartige Veranstaltungen erlebt.“ Karen Heubaum, die seit 1982 mit dabei ist, meinte. „Die Kleinkunstbühne ist wie eine Familie.“

Pozzato erinnerte indes, dass schon 1982 der schottische Sänger und Songwriter Donovan von den Vereinsgründern, zu denen er sich selbst, Paul Beßler und Axel Wilde zählte, auf eigenes finanzielles Risiko in die Aula geholt worden sei. „Es ging alles gut“, atmete er noch jetzt durch.

Schmunzelnd hörten die Mitglieder auch vom Testlauf der Vereinsgründer im Zirkuszelt am Pfingstanger. „Ich bin über das Drahtseil geschwebt“, erzählte Pozzato.

Dann ließ er auf der Leinwand – mit jeweils kurzen Hinweisen – namentlich alle Gruppen und Künstler Revue passieren. Da waren Namen wie Gerd Fröbe mit seinen drei hintereinander folgenden Gastspielen, H.J. Kulenkampff, Fritz Muliar, Hardy Krüger, Lilo Pulver, Wolf Biermann & Eva-Maria Hagen oder Dieter Hildebrandt, der die „Kleinkünstler aus Bad“ zu seinen Freunden gemacht hatte und gleich mehrmals in die Salzstadt kam.

 

Den Schlusspunkt setzte an diesem Abend der „Teufelsgeiger“ Mani Neumann mit Gitarrist Ulli Brand und Band – sie lieferten Rock pur.