Grubenlampe Kleinkunstbühne ist raus

Die Kleinkunstbühne Salzgitter ist aus der Verleihungszeremonie der Grubenlampe für verdiente Persönlichkeiten in der Stadt endgültig raus.

Während ihrer Jahresversammlung scheiterte der Versuch der Jurymitglieder Alfred Kaufmann und Albrecht-J. Heise, den von der Mitgliederversammlung sanktionierten Beschluss des Vorstandes mit Hilfe der Mitglieder zu kippen. Doch zu einer Abstimmung kam es in der Sitzung nicht, obwohl es durchaus Wortbeiträge und sogar Vorschläge gab, einen Kompromiss zu suchen.

Vorsitzender Wolfgang Pozzato hatte die Leitung der Sitzung an Christoph Großmann abgegeben, um noch einmal die Gründe, die zum Vorstandsbeschluss geführt hatten, zu erläutern (die SZ berichtete). Er hob hervor, dass ihm die Grubenlampe nicht egal, aber das ganze Verfahren nicht gut sei.

Wie auch später in der Diskussion immer wieder betont wurde, sei die Rolle der Kleinkunstbühne allein auf die Organisation der Verleihungsveranstaltung beschränkt gewesen. Bei der Entscheidung über die Vorschläge der zu Ehrenden habe die Kleinkunstbühne kaum mitgewirkt. Hermann Deneke, der der Jury bis vor etwa vier Jahren angehörte, berichtete, dass er Stillschweigen bewahren musste und deshalb auch den Vorstand der Kleinkunstbühne nie unterrichtet habe. An der Diskussion beteiligten sich Gerd Meister, Werner Knäpke, Helmut Lingstädt, Nils Lansen und Andrea Friebel.

Die beiden Juryvertreter setzten sich vehement für die weitere Mitwirkung der Kleinkunstbühne bei der Verleihung der Grubenlampe ein. Heise wiederholte seinen Vorschlag, durch Festlegung von Rahmenbedingungen Klarheit in die Organisationsstruktur zu bringen. „Wir brauchen eine Regelung“, sagte er.

 

Doch es kam zu keiner Annäherung. Das Band blieb zerschnitten. Den Applaus zum Antrag auf Beendigung der Debatte wertete der Versammlungsleiter als Zustimmung. Als daraufhin die Mitglieder zur Tagesordnung übergingen, verließen die beiden Juryvertreter die Sitzung. Der Stifter der Grubenlampe, Axel Wilde, erklärte kurz auf Anfrage, dass die Jury noch im April beraten werde.