Tango, Jazz und Latin in der Kniki

Fabrizio Consoli und Band begeistern 150 Zuhörer.

Fabrizio Consoli ist ein Poet, der Musik macht. Gemeinsam mit seiner Band präsentierte der italienische Songschreiber, Sänger und Gitarrist aus Mailand sein Programm „Musica per ballare“ (Musik zum Tanzen) am Freitagabend in der Kniestedter Kirche vor rund 150 Zuschauern. Eingeladen hatte die Kleinkunstbühne.

Die Lieder von Fabrizio Consoli handeln von der Liebe, vom Glauben an das Gute und vom Aufbruch zu neuen Zielen. Die lyrischen Texte, allesamt italienisch, verpacken Consoli und seine Band in eingängige Musik, so dass es gar nicht so schlimm ist, dass der Zuschauer, der kein italienisch kann, diese Texte nicht versteht. Schon die Musik allein und die ausdrucksvolle Performance von Frontmann Fabrizio Consoli sprechen für sich und bringen Flair und Poesie in die Kniki.

Musikalisch servieren die Gäste aus Italien ihrem Publikum eine Melange aus Tango, Latin und Jazz, gewürzt mit einer Prise Italo-Pop, aber davon nicht allzu viel, so dass es Fabrizio Consoli und seinen Musikern gelingt, dem Mainstream zu entgehen und eine ganz persönliche musikalische Sprache auf die Bühne zu bringen. Ob alleine mit seiner Gitarre oder gemeinsam mit seiner Band, Fabrizio Consoli gibt alles. Ihm zur Seite stehen Gigi Rivetti am Klavier, Silvio Centamore (Schlagzeug, Percussion) und Daniele Longo (Akkordeon), die professionell, virtuos und mit sehr viel Einfühlungsvermögen, ihrem Frontmann den nötigen Rückhalt geben und gemeinsam mit ihm ein raffiniertes Crossover der verschiedenen Stile auf der Bühne entstehen lassen.

Zwischendurch erzählt Fabrizio Consoli mit einer Mischung aus Italienisch, Deutsch und Englisch kleine Anekdoten und Betrachtungen, die aber zum Teil aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten auch bei größter Konzentration nicht ganz nachvollziehbar sind. Doch wenn Fabrizio Consoli erst mal in Redefluss kommt, da gibt es kein Halten mehr. Da muss das Publikum dann durch. Es wird ja nach den Geschichten immer mit traumhafter Musik entschädigt.

 

Worte und Musik, das sind die Steckenpferde von Fabrizio Consoli, die auch in der Gestaltung seiner Gitarren Ausdruck findet. Die Decken seiner Instrumente sind weiß mit Texten lackiert. Fabrizio Consoli versprüht gute Laune, ohne dabei oberflächlich zu sein. Die Kniki-Besucher erleben ein einnehmendes Konzert und können eine Prise mediterranes Lebensgefühl mit nach Hause nehmen.